Wie ich zum Spanking kam

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P*************k
Wenn ich heute daran zurückdenke, wirkt es fast merkwürdig unspektakulär — und gerade deshalb so einprägsam.

Ich war 18, freundlich, offen, aber auch schüchtern auf eine leise Art. Ich arbeitete gelegentlich in einem Café, mehr aus Pragmatismus als aus Leidenschaft. Einmal im Monat traf sich dort abends eine feste Runde. Damals wusste ich nicht, dass es ein Spanking-Stammtisch war. Für mich waren es einfach 15 bis 20 Erwachsene, Frauen und Männer, die auffallend gelöst miteinander umgingen. Zu gelöst vielleicht. Jedenfalls anders als das übliche Publikum.

Ich beobachtete sie nur nebenbei, während ich arbeitete. Und doch blieb mein Blick öfter hängen. Da war eine Selbstverständlichkeit zwischen ihnen, ein stilles Einverständnis, das mich verunsicherte und gleichzeitig faszinierte.

Der Mann, der mich ansprach, war deutlich älter — heute würde ich ihn auf Ende 60 schätzen. Er war nicht sonderlich attraktiv, nichts an ihm sprang ins Auge. Kein Charmeur, kein Aufschneider. Und trotzdem suchte er sehr auffällig meine Nähe. Er setzte sich an die Bar, stand auf, wenn ich mich bewegte, fand immer wieder einen Anlass für ein paar Worte.

Das hätte mich irritieren können. Aber es tat es nicht wirklich.

Er war ruhig, höflich, fast vorsichtig. Seine Aufmerksamkeit war konstant, aber nicht laut. Ich blieb freundlich, wie ich es gewohnt war, und merkte gleichzeitig, wie angespannt ich innerlich wurde — weil diese Begegnung sich nicht einordnen ließ. Nicht flirtend im klassischen Sinn. Nicht neutral. Irgendwo dazwischen.

Irgendwann erklärte er mir, warum diese Gruppe sich traf. Sachlich, ohne Details, ohne jede Dringlichkeit. Er nannte das Thema beiläufig, als wäre es das Normalste der Welt. Spanking. Ein Wort, das ich bis dahin kaum kannte — und ganz sicher nicht mit Erwachsenen, die so selbstverständlich darüber sprechen konnten.

Was mich rückblickend immer noch überrascht: Ich erschrak nicht.
Ich wich nicht aus.
Ich hörte einfach zu.

Als der Abend sich dem Ende neigte und ich anfing aufzuräumen, wurde er direkter. Nicht über das Thema — sondern über mich. Er sagte, dass man sich „in Ruhe“ besser unterhalten könne als zwischen Kaffeemaschine und Gläsern. Dass Gespräche Zeit bräuchten. Und dann fragte er, sehr bewusst, nach meiner Telefonnummer.

Nicht scherzhaft. Nicht halb gemeint.
Er wollte sie unbedingt.

Ich weiß noch, wie ich zögerte. Wie ich mir seiner Absicht bewusst war, ohne sie klar benennen zu können. Und wie ich gleichzeitig spürte, dass dieser Moment weniger mit ihm zu tun hatte als mit meiner eigenen Grenze — und der Frage, ob ich sie halten oder verschieben wollte.
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U********e
Ein schöner und vielversprechender Anfang!
Was mir super gefällt, wie alles formatiert ist, so ist es sehr gut lesbar!

Bei sehr vielen Geschichten ist alles in einem durch geschrieben - da verliert man schnell die Lust weiter zulesen!
Erst recht dann, wenn auf Klein- & Großschreibung keinen Wert gelegt wird und gesprochenes nicht in Anführungszeichen gesetzt ist.
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P*************k
NackterGay schrieb:
Ein schöner und vielversprechender Anfang!
Was mir super gefällt, wie alles formatiert ist, so ist es sehr gut lesbar!




Danke Dir. Bei Interesse werde ich es vertiefen.
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